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Donnerstag, 5. Juli 2012

Budapest - eine gemütliche, alte Großstadt

Ich muss ja zugeben: Kleine, gemütliche Großstädte haben durchaus ihren Reiz. Im letzten Jahr habe ich ja die Riesenstadt Dubai vorgestellt - dieses Jahr besuchte ich mit Budapest, also der Hauptstadt Ungarns, eine deutlich gemütlichere Großstadt.
Die Stadt erinnerte mich sehr an Prag und weniger an London oder Paris, mit welchen sie oft verglichen wird. London und Paris sind meiner Meinung nach viel zu groß und zu weitläufig, als dass sie sich mit Budapest vergleichen ließen. Die Romantik, die Paris häufig zugeschrieben wird, passt jedoch besser zu Budapest, als zu der Riesenmetropole Paris, denn auch Budapest liegt an einem Fluss - der Donau. Sie teilt die Stadt in zwei Haupt-Stadtteile: Buda mit dem wunderschönen Burgviertel und Pest mit der Innenstadt Budapests.

Auf der Pester Stadtseite finden wir die Innenstadt, welche aus zwei Hauptstraßen besteht und sich an der Donau entlangwindet. Am Hauptplatz - dem Deák Ferenc Tér - findet man die moderne Innenstadt mit ihren internationalen Geschäften, nebenbei einen Marktplatz, auf welchem sich sehr schöne Cafés und das Hard Rock Café tummeln. Alles in allem wie in jeder anderen Großstadt, allerdings mit diversen "Change"-Wechselstuben und sehr schönen, alten Gebäuden.
Am anderen Ende der Fußgängerzone - an der Freiheitsbrücke - findet man eine riesige Markthalle, welche in Deutschland eher nicht auffindbar wäre. Im unteren Bereich der Halle werden Gemüse, Obst, Fleisch und ganz viel "Paprika" - offenbar Ungarns liebstes Gewürz :) - verkauft, während sich im oberen Hallenbereich ein "Souvenirstand" neben dem nächsten tummelt - alles handgemachte ungarische "Schätze". Außerdem findet man in der oberen Etage einen Essensbereich, wo man ungarische Speisen kosten kann.


Überquert man bei der Markthalle die Freiheitsbrücke, gelangt man auf die "Buda"-Seite von Budapest. An dieser Stelle findet man das Gellertbad - eines der Thermalbäder von Budapest. Davon gibt es dort übrigens eine ganze Menge und sie werden alle aus den heißen Thermalquellen unterhalb der Stadt gespeist.

Doch nicht nur in den Thermalbädern kann man entspannen - uns war es dafür am letzten Wochenende bei 30-40°C im Schatten eindeutig zu warm - sondern auch auf der Margareteninsel, auf welcher sich ein riesiger Park, ein kleines Tiergehege und ein Thermalbad mit hauptsächlich erfrischendem Freibad befindet.

Doch natürlich heißt Budapest nicht nur City, Thermalbäder und Erholungsparks - ein bisschen Kultur sollte es in einer solch alten Stadt natürlich auch geben. Der Hauptteil davon ist mit Abstand das Burgviertel mit der 
Budapester Burg, dem Haus des Präsidenten, der Matthiaskirche und der Fischerbastei. Und natürlich auch mit einer kleinen Gasse mit mehreren kleinen Läden - und sehr netten und Hilfsbereichen Besitzern - ähnlich dem Goldenen Gässchen in Prag. Wirklich lieb, wie der Besitzer eines Tokaj- und Schnapsladens uns detailliert über die ungarische Küche und zugehörigen Tokaj-Desertwein aufklärte!
Hier ein paar Impressionen aus dem Burgviertel:
 
Die Fischerbastei
Die Matthiaskirche
Die Budapester Burg
Wunderschön ist der Ausblick auch von der Burg auf die Pester Seite der Innenstadt - bei Tag und vor allem auch bei Nacht!
Blick von der Burg auf das Parlament, die Margaretenbrücke und -insel
Wo wir gerade bei Nachimpressionen sind... absolut empfehlenswert ist eine abendliche Fahrt auf der Donau, da alle besonderen Gebäude und Brücken in Budapest nachts angestrahlt werden.
  
Das Parlamentsgebäude
Dies war natürlich noch lang nicht alles, was man in Budapest entdecken und sehen kann... Es gibt noch viel mehr wunderschöne Gebäude, Thermalbäder, Parks usw. Aber das müsst ihr eines Tages selbst entdecken - denn mein Beitrag sollte nur einen kleinen Einblick in die schöne Stadt an der Donau geben. Wenn ihr hinfahrt, macht auf jeden Fall eine nächtliche Donau- und/oder Burgtour... achja und probiert den leckeren ungarischen Wein und den Tokaj... vielleicht in einer Weinprobe im "Haus der hundert Weine" im Burgviertel?


                       






Mittwoch, 26. Oktober 2011

Integration von Computerspielen in den Schulunterricht

Ich muss doch noch ein bisschen was von meiner letzten Hausarbeit hier einbringen, denn ich halte das Thema für eine gute Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler zum Arbeiten zu motivieren.

Stellen wir uns doch zum Beispiel mal den Geschichtsunterricht vor: Der Lehrer oder die Lehrerin stellt mal wieder fest, dass er einen weiteren Aspekt des 2. Weltkrieges behandeln soll und teilt dies den Schülern mit. Was folgt? Große Begeisterung! ;-)
Was aber passiert, wenn er in eine Klasse geht und statt 2. Weltkrieg anzukündigen, er ankündigt, dass die nächsten 2 Wochen ein Computerspiel im Unterricht stattfindet? Vermutlich sind die Schüler zuerst leicht irritiert, bekommen dann aber z.B. ein Point-and-Click Adventure vorgesetzt, in dem sie ein Museum neu einrichten müssen. Im Hintergrund lernen die Schülerinnen und Schüler dann etwas über den 2. Weltkrieg (und zwar so detailliert, dass sie im Nachhinein Fragen dazu beantworten können, die sie vorher nicht beantworten konnten - und das ganze ohne auswendig zu lernen!) und zum Anderen spielen sie ein Spiel und erleben regelmäßige Erfolgserlebnisse, denn das ist das Konzept von Computerspielen!

Doch nicht nur in diesem Fall ist die Integration von Computerspielen sinnvoll. Beispielsweise kann man im sozialwissenschaftlichen Unterricht eine Wirtschaftssimulation einsetzen und die Schüler miteinander in Konkurrenz bringen, indem sie darum wetteifern, wer das beste Unternehmen aufbaut. Oder aber die Klasse kann an einem Börsenspiel teilnehmen und ihre zuvor erworbenen Kenntnisse über Aktienhandel und Spekulation spielerisch - d.h. ohne Gefahr - in die "virtuelle Realität" umsetzen. Rollenspiele in einer Fremdsprache zu spielen stärkt nachgewiesener Maßen die aktiven Fremdsprachenkenntnisse der Schülerinnen und Schüler und kann auch sprachlich schwächere Schüler zur Nutzung und Verbesserung seiner Kenntnisse anregen. Oder man will seinen Schülern das Thema der Welternährung näher bringen. Warum das ganze trocken erläutern, wenn die Vereinten Nationen ein Computerspiel zur Verfügung stellt, anhand dessen man aktiv gegen die verschiedenen Problematiken angehen kann?

Es ist empirisch nachgewiesen, dass bei der Nutzung von Computerspielen der Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern zu 7 bis 40% höher ist als bei einem Lehrervortrag. Außerdem zeigten mehrere Experimente, dass die Schüler ihre mathematischen und sprachlichen Fähigkeiten durch Computerspiele tatsächlich verbessern konnten. Rollenspiele stärken das räumliche Sehvermögen von Spielern, "Ballerspiele" verbessern die Sehschärfe und die Reaktionsfähigkeit. Doch das ist noch längst nicht alles: Spiele verbessern auch die Konzentrationsfähigkeit von Spielern und helfen ihnen, bessere Problemlösungsstrategien zu entwickeln als Nicht-Spieler.

Ich denke, diese Untersuchungen zeigen deutlich, dass Computerspiele durchaus positive Seiten haben und es sich je nach Thema sicherlich lohnt, diese auch im Schulunterricht einzusetzen.
Wer sich weiter zu diesen Themen informieren möchte, sollte mal einen Blick auf die folgenden Seiten werfen:
Außerdem bietet das Buch "Der Computerspieler" von T. Quandt und J. Wimmer Informationen zum Thema, sowie der Artikel "Computerspiele - die guten" von J. Paulus in der Oktober 2010-Ausgabe der "Psychologie heute".