Montag, 11. April 2011

Desert Safari

Hier extra für euch ein Video von meiner Wüstensafari in Dubai inkl. Tänzer und Bauchtänzerin im Beduinencamp!

Montag, 28. März 2011

Eine Woche Dubai

Letzte Woche verbrachte ich 7 Tage in Dubai - einer faszinierenden Stadt (bzw. eigentlich ein Emirat) in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hier folgen nun ein paar Einblicke in die paradoxe Stadt mitten in der Wüste. (Durch Anklicken der Bilder lassen sie sich vergrößern!)

Der Burj Kalifa - der größte Turm der Welt mit 828 Metern - steht im neuen "Downtown Dubai"

Direkt neben dem Burj Kalifa befindet sich eine der drei größten Malls Dubais: Die Dubai Mall, in der man das größte Einbecken-Indoor-Aquarium der Welt beobachten und sogar darin eintauchen kann. Außerdem findet man dort eine Eislaufhalle in der Größe einer olympischen Eislaufbahn (und ja, wir befinden uns immer noch mitten in der Wüste, wo wir im März regelmäßig ~30°C hatten und wo im Sommer 40-50°C Standard sind...):


Doch gibt es in der Dubai Mall nicht nur Aquarium und Eislaufhalle, sondern natürlich auch viele Einkaufsläden, in denen sowohl unsere bekannten "Standard"-Marken wie Esprit, Puma, H&M etc. vertreten sind, als auch teure Designerläden wie Dior, Chanel oder Dolce&Gabbana. Neben diesen Läden existiert auch ein faszinierender Gold Souk ("souk" ist das arabische Wort für "Markt"), in dem Juwelliere ihre Waren anbieten und der prachtvoll gesteltet ist. Außerdem "natürlich" schicke Wasserfälle oder ein Bereich in dem man mal eben das Dach öffnen kann (nennt sich "The Grove").

Abends ab 19:30 Uhr kann man zwischen der Dubai Mall und dem Burj Kalifa dann noch faszinierende Wasserfontänen beobachten, während parallel arabische Musik zu hören ist.

Doch nicht nur die Dubai Mall bietet abends faszinierende Shows. Auch die Wafi-Mall zeigt abends zu zwei Zeiten eine beeindruckende Lichtshow. Die Mall ist komplett ägyptisch gestaltet und entsprechend lautet das Thema der Lichtershow "Die Rückkehr der Pharaonen". Bei der Show werden die Außenwände der Mall mit Laser und Lichtern angestrahlt und tolle Bilder entstehen (die sich natürlich auch bewegen).
Doch falls ihr glaubt, Wasserfontainen, Lichtilluminationen, riesige Hochhäuser und Eislaufhallen in der Wüste seien genug, dann besucht doch mal die Mall of the Emirates, in der eine riesige Skihalle zusätzlich zu Einkaufsläden und Restaurants zu finden ist. Da drin sind übrigens -3°C während draußen die Sonne die Stadt mit ihren 30° erhitzt...
Hier mal ein Bild vom libanesischen Restaurant aus, von dem man den besten Blick ins Schneewunder hat:

Und damit das Surreale auch mal richtig deutlich wird, hier zwei Bilder von unserer Desert Safari:

Und ja... es ist alles EINE Stadt :) Die Wüstenbilder entstanden ca. 45 Minuten außerhalb von Dubai City, die Wüste beginnt ca. 5 Minuten mit dem Auto von Dubai entfernt...

Auch interessant waren natürlich die beiden "Freilichtmuseen", die wir besichtigten (das Heritage&Diving Museum, in dem das Leben und die Arbeit des alten Dubai und der Perlentaucher gezeigt wurde und das Dubai Museum, in dem Lebensweisen, alte Märkte und das Leben in der Wüste präsentiert wird). Hier mal ein Einblick, wie die Menschen früher in Dubai lebten:

Neben den Museen liegt der Dubai Creek, an dem sich das Leben Dubais früher abspielte. Bis heute ist er ein Handelszentrum Dubais und an ihm kann man noch alte Häuser sehen und drei "Souks" besuchen: Den Textil-, Gewürz- und Goldsouk. Natürlich ist hier überall handeln angesagt um günstige Preise zu ergattern. Pashmina- und Cashmirschals für 10 Dirham (~2 Euro) zu bekommen, ist hier kein Problem. Von der einen zur anderen Creekseite setzt man am besten mit einer "abra", einem kleinen Holzboot über. Die Überfahrt kostet pro Person nur 1 Dirham (~20 Cent)!

Und so sehen auf dem Gewürzmarkt alle Ladeneingänge aus. Natürlich bekommt man hier auch ohne Probleme relativ günstigen Safran oder schokolierte Datteln (sehr lecker übrigens!).
Kommen wir nun mal zur besonders teuren Dubaigegend... rund um das edelste Hotel der Welt: Der Burj Al Arab, das einzigste 7*-Hotel der Welt, auf dessen Dach sich ein Hubschrauberlandeplatz befindet, auf dem natürlich Boris Becker schon mal Tennis gespielt hat...

Auf dem Foto sieht man einen Blick vom Madinat Jumeira (6*-Hotelgelände im venezianisch-arabischen Stil erbaut, d.h. die Häuser sind arabisch und zwischen den Gebäuden befinden sich Kanäle wie in Venedig) auf den Burj Al Arab (das Gebäude in Form eines Segels):
Das Hotelareal von Madinat Jumeira war natürlich total faszinierend und man hatte das Gefühl, am Mittelmeer zu sein mit all dem Wasser und den Palmen... Im Komplex befanden sich zahlreiche Restaurants und Cafés, sowie ein Markt, auf dem man v.a. arabische Dinge wie Souvenirs, Schals und Kleidungsstücke erwerben konnte. Dort fand ich auch einen Stand mit Wasserpfeifen:
Diese sind übrigens in Dubai keine Seltenheit. Viele Läden bieten Wasserpfeifen und passenden Tabak an. In libanesischen Restaurants sieht man auch vielfach Araber, die etwas trinken (Kaffee oder kalte Getränke, nichts alkoholisches, v.a. weil Alkohol in Dubai nur in vereinzelten Restaurants ausgeschenkt werden darf, z.B. in Hotelrestaurants) und dabei eine Wasserpfeife rauchen.

Nach Tagen bestehend aus Besuchen von den tollsten und faszinierendsten Plätzen in Dubai, schwimmen im persischen Golf oder im Schwimmbad auf dem Dach des Hotels, geht leider auch unser Urlaub zu Ende. Auf dem Rückflug (nachts) kann ich jedoch nochmal einen Blick auf Dubai bei Nacht auffangen, der vielleicht nochmal die vielen Hochhäuser entlang der Sheikh Zayed Road erkennen kann. Leider habe ich weder die Jumeira Palm (riesige aufgeschüttete Palme im Meer, auf der Millionäre eigene Häuser oder Inseln besitzen) noch "The Earth" (im Meer aufgeschüttete Inselgruppen, die eine Abbildung der Erde bilden) fotografieren können...

Das war es erstmal an ersten Dubai-Eindrücken. Wenn ihr mehr sehen wollt oder Fotos von bestimmten Sehenswürdigkeiten, schreibt einfach einen Kommentar und ich lade lade noch mehr Bilder hoch!

Dienstag, 26. Oktober 2010

Deleted Scenes - Project Total Destruction

Nun noch ein paar Outtakes zu unserem Film "Project Total Destruction" - viel Spaß bei den neuen Szenen!

Sonntag, 19. September 2010

Testbericht zu Qualität und Service bei Notebooks von One: Project TOTAL DESTRUCTION

Vor zwei Jahren kaufte ich ein Notebook bei der Firma "One" - früher "BrunenIT" wie ich später erfuhr. Meine Erfahrungen der letzten Jahre, was Qualität und Service von One-Notebooks und der Firma selbst angeht, habe ich in einem Video zusammengefasst. Ebenso den Entschluss, den ich nach zwei nervenaufreibenden One-Jahren fassen musste: Die totale Zerstörung...

Viel Spaß dabei!

Ich freue mich natürlich über Youtube-Kommentare und Weiterleitungen ;)

Falls jemand von euch auch schonmal Ärger mit One hatte, höre ich diese Geschichten natürlich ebenfalls gern!

EDIT 2012: Leider wurde das Originalvideo aufgrund der "Break Stuff"-Hintergrundmusik von Youtube in Deutschland gesperrt. Hier ein Alternativvideo mit CreativeCommons-Musik, mit dem wir auch an einem Videowettbewerb zum Thema "Rache" in Bielefeld teilgenommen haben:



Montag, 30. August 2010

Wechsel vom B.Sc. Wirtschaftsinformatik zum Master of Education

Viele Bundesländer suchen aktuell händeringend nach Informatiklehrern - wie sieht es eigentlich aus, wenn man seinen Studiengang nach einem Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik zu einem Master of Education in den Bereichen Wirtschaft und Informatik wechseln will? Ich habe Interesse an einem solchen Studiengangswechsel und musste leider feststellen, dass er gar nicht so einfach ist... Im Folgenden möchte ich euch meine Erlebnisse diesbezüglich mitteilen:


Im Herbst letzten Jahres fing ich an mich über die Lehramtsstudiengänge und meine Bewerbungschancen zu informieren. Schnell musste ich feststellen, dass man in den meisten Bundesländern Informatik nur mit Mathematik kombinieren kann. Hinzu kommt, dass viele Unis noch nicht von Staatsexamen auf Master of Education umgestellt haben. Die größten Chancen sah ich in NRW (Hessen&Niedersachsen kamen z.B. für mich auch infrage, allerdings boten beide Bundesländer Informatik per Gesetz auch nur in Kombination mit Mathe an). Dort habe ich zwei Studienmöglichkeiten: eine Kombination Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsinformatik für Berufskollegs, Abendgymnasien und Wirtschaftsgymnasien oder eine Kombination von Informatik und Sozialwissenschaften für normale Gymnasien. Diese Studiengänge kann man in NRW auf Staatsexamen an der Uni Duisburg-Essen, Köln und Siegen studieren, auf Master of Education an der Uni Münster, Wuppertal und als Spagatstudium in Bochum und Dortmund. Zuerst wendete ich mich im Herbst an die Universitäten, die den Master anboten, weil ich hier die höchste Wahrscheinlichkeit einer hohen Anrechnung sah. Die Rückmeldungen waren eher enttäuschend:

Von der Uni Münster erhielt ich eine Antwort, dass man dort den Master of Education nur studieren könne, wenn man an der Uni Münster auch den Kombinatorischen Bachelor absolviert hat. Ein Einstieg in Münster zwischen Bachelor und Master sei nicht möglich und ich müsse mich nochmals in den Bachelor einschreiben und könne mir nur vereinzelte Fächer ggf. später anrechnen lassen.

Die Antwort der Uni Bochum, an welcher ich Sozialwissenschaften auf Gymnasiallehramt studieren könnte, klang erfreulicher. Sie meinten, die Uni Bochum sähe bei der Anrechnung keine größeren Schwierigkeiten, aber ich müsse mich wegen Informatik noch an die Uni Dortmund wenden. Dort sah es leider weniger gut aus:
Sehr nett war, dass sich der Fachleiter die Zeit nahm, sich meinen Studienverlauf genau anzusehen. Er erkundigte sich nach Modulplänen und Prüfungsordnungen und gab mir ausführlichste Auskünfte. Allerdings war auch hier das Ergebnis, dass meine einzelnen Module zu wenig Credit Points beinhalten und ich aus diesem Grund nochmals einen Kombinatorischen Bachelor machen müsste und mir dort ebenfalls nur vereinzelte Fächer würde anrechnen lassen können (da wir beim Dualen Studium auch Credit Points auf die Berichte über Praxisphasen bekommen, können nicht so viele Credit Points auf die einzelnen Module verteilt werden, wie es an der Universität üblich ist).

So langsam war ich doch ein wenig enttäuscht von den Rückmeldungen – war es nicht so, dass Informatiklehrer überall händeringend gesucht würden?

Doch dann kam die Rückmeldung von Wuppertal, die mich ein wenig optimistischer stimmte: Ich solle dieses und jenes Formular ausfüllen, meine Notenbescheinigungen, Modul- und Prüfungsplan einsenden und dann wäre das kein Problem. Immerhin eine Uni!

Doch das reichte mir natürlich nicht, also meldete ich mich auch noch an den Unis, die die Fächer auf Staatsexamen anboten.

Die Uni Duisburg-Essen schrieb zurück, ich solle bestimmte Formulare ausfüllen, diese erst bei den Fachleitern einreichen um ein Gutachten zu erhalten und dann ans Prüfungsamt senden. Etwas kompliziert aber… bitte schön. Nur was das für Formulare waren! Ich sollte tatsächlich für jedes einzelne Fach einen Bogen ausfüllen, auf dem ich einsortieren musste, welches Modul zu dem entsprechenden Fach gehört und dann auch noch wie viel SWS ich dafür bekommen habe. Problem an der Sache: Im Bachelor gibt es Credit Points… Also durfte ich die erstmal alle Credits zu SWS umrechnen und auf der Basis die Formulare ausfüllen. Und anstatt, dass man (wie man es sich sinnvoll vorstellen könnte) diese Formulare am Computer ausfüllen könnte, muss man alles natürlich ausdrucken, per Hand ausfüllen, kopieren und wieder einscannen. YEAH! Modernität ich komme… Elende Schreibarbeit…

Nunja, natürlich habe ich trotzdem brav alles ausgefüllt und bei den jeweiligen Fachleitern per Mail incl. Modul- und Prüfungsplan eingereicht.

Kurze Zeit später kamen Antworten von den Fachleitern:

Der Informatikfachleiter war sehr freundlich und hilfsbereit und bot mir sofort einen Telefontermin an um mit mir über die Anrechnung zu reden. Hervorragend J
Allerdings war er auch der einzige.

Die anderen drei Fachleiter schrieben mir alle zurück, ich müsse das Formular erst ans Prüfungsamt schicken und die würden das dann an die Fachleiter senden und vorher würden sie das nicht ausfüllen. Ich habe natürlich direkt zurückgeschrieben, dass mir das aber andersherum erklärt wurde. Aber nein, sie stellten sich quer. Ich habe also die ganzen Formulare ans Prüfungsamt geschickt, wie von den Fachleitern gewünscht. Problem hier: Bitte per Post senden! Na klasse...

Derweil erkundigte ich mich noch an der Uni Köln und Siegen. Hier sah das alles genauso aus wie in Duisburg-Essen, aber anstatt, dass ich die Formulare kopieren und dort ebenfalls einreichen könnte, mussten die Formulare auch noch ganz leicht verschiedene Header haben! Und dabei ist das alles doch ein Prüfungsamt mit Hauptsitz in Düsseldorf und nur unterschiedlichen Nebensitzen?! Warum bitte reicht nicht eine Anerkennung für alle Unis? Mmmh… für beide Unis das ganze nochmal machen? Ich habe mich dann dafür entschieden, den Antrag nur noch bei der Uni Köln einzureichen, weil ich mich gegen Wohnen in Siegen entschieden hatte. Da ich ja bereits durch Essen ein wenig mehr wusste, überlegte ich mir entsprechend die Formulare direkt ans Prüfungsamt zu schicken.

Wie ging es nun weiter?

Nach einiger Zeit kam die erste Rückmeldung von Wuppertal in Bezug auf den Master of Education in Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsinformatik. Dort bekam ich keine Zulassung auf den Master, allerdings eine Anerkennung meines Bachelors. Leider fehlten mir noch zu viele Module aus dem Bereich Wirtschaftswissenschaften, als dass ich diese hätte vom Master aus nachholen können. Ca. 1 Semester Bachelor müsste ich einplanen. Durchaus ok, ich rechnete eh damit einige Fächer nachmachen zu müssen. Allerdings wollte ich eigentlich lieber als Gymnasiallehrerin arbeiten… aber gut mal abwarten… Ob die den Antrag vergessen hatten in Wuppertal oder ob die Anerkennung eh noch schlechter war?

Als nächstes kamen Rückmeldungen aus Köln und Duisburg-Essen mit der Bitte die Formulare bitte von den Fachleitern ausfüllen zu lassen!!! Ja, ernsthaft! Ich war ziemlich sauer. Nun hatte ich das ganze schon mehrfach hin- und hergeschickt und nun war es immer noch nicht richtig? Ok, es reicht mir jetzt wirklich! Man stelle sich vor: Alle Welt sucht nach Informatiklehrern, aber scheinbar sind die Unis nicht kompetent genug innerhalb der eigenen Uni eindeutige Anerkennungsrichtlinien zu definieren – wer genau hat Lust sich Ewigkeiten mit dem ganzen Drist auseinander zu setzen, wenn er stattdessen einfach in die Wirtschaft gehen kann, wo er eh mehr verdient? Wenn ich so etwas sehe, verstehe ich, warum niemand Lust hat die Studienrichtung zu wechseln!!

Kurz darauf kam dann auch die zweite Rückmeldung aus Wuppertal: Zulassung zum Master of Education in Informatik und Sozialwissenschaften für Gymnasium und Gesamtschule. PERFEKT! Nur einige Module nachzumachen, für welche ich bis zur Masterthesis Zeit habe. Lustig ist zwar, dass ich auf das Fach Sozialwissenschaften mehr anerkannt bekommen habe als für das Fach Wirtschaftswissenschaften, obwohl ich Wirtschaftsinformatik im Bachelor studiert habe, aber das sei mal dahingestellt. Warum genau geht es nicht bei allen Universitäten so unkompliziert? Modulplan, Notenbescheinigungen und Prüfungsordnung, ein Formular ausfüllen, welche Studienrichtung man anerkannt bekommen möchte und fertig. Einfach, schnell, unproblematisch. So bekommt man Informatiklehrer!

Vielleicht sollte mal darüber nachgedacht werden solche Anerkennungsverfahren zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Vielleicht würden sich dann auch mehr Wirtschaftsinformatik- und Informatikstudenten überlegen auf Lehramt zu wechseln. Damit könnte vielleicht die Kompetenz und Anzahl an Informatiklehrer erhöht werden, weil dann keine nachgelehrten Mathematik- und Physiklehrer mehr Informatik unterrichten müssten…